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Wir haben einen Tipp für Sie! Eine Aktivität, die im Winter nicht ganz so verbreitet ist – das Winterradfahren. Hier berichten lokale Radsport-Enthusiasten, Verleiher und Radtour-Guides über Routen und Tipps zum Winterradfahren in Røros!

Mit der richtigen Ausrüstung, etwa einem Fatbike oder einem Mountainbike mit Spikereifen, können Sie sich sicher auf vereisten Wegen und Pfaden bewegen. Kleiden Sie sich warm im Zwiebellook und denken Sie an Licht und Reflektoren, um sichtbar zu bleiben. Winterradfahren ist nicht nur eine großartige Möglichkeit, fit zu bleiben, sondern auch eine wunderbare Art, die Ruhe und Schönheit der winterlichen Natur zu erleben.
Røros und das Østerdalen bieten zahlreiche Möglichkeiten zum Winterradfahren, darunter Mehrzweckloipen, Hundeschlittenspuren und Schneemobiltrassen. Geführte Touren helfen Ihnen, die besten Strecken zu finden, und stellen sicher, dass Sie auf sicherem, festem Untergrund fahren. Hier sind 5 beliebte Radtouren in Røros.
Nils Henning Øglænd betreibt Røros Guide und ist ein begeisterter Winterradfahrer – natürlich auf dem Fatbike.
„Das Schöne am Radfahren im Winter ist, dass man ein ganz anderes Naturerlebnis hat als im Sommer, das man kaum vergleichen kann. Da man nicht den ausgetretenen Sommerpfaden folgt, sondern Zugang zu Mehrzweckloipen hat (die von Hundeschlittenfahrern und anderen genutzt und im Winter gespurt werden), kommt man an Orte, an denen man sonst nicht ist. Man ist immer oberhalb der Baumgrenze, mit schöner Aussicht und mitten im Sonnenlicht. Das ist ein absolut grandioses Naturerlebnis. Da die Loipen oben auf der Hochebene gespurt werden, muss man mit dem Rad hinaufklettern – und umso mehr Spaß hat man dann auf dem Weg nach unten. Das Schöne am Winter ist außerdem: Wenn man bei hohem Tempo vom Rad fällt, gehört schon einiges dazu, sich beim Landen im Schnee wirklich wehzutun."
Øglænd erzählt weiter, dass die beste Zeit zum Winterradfahren der März und April sind, wenn der Schnee eine tragende Harschdecke hat und man überall fahren kann.
„Auch im Januar und Februar ist es herrlich, aber kürzere und kältere Tage bieten etwas weniger Möglichkeiten. Aber meine Güte, diese Zeit ist auf dem Rad einfach magisch, wenn es etwas milder ist. Manchmal bietet der Mai einen selten schönen Harsch. Und minus 10 Grad an einem Apriltag mit strahlendem Sonnenschein – das sollte man erleben."


Kristoffer Kippernes ist Redakteur der Website Terrengsykkel.no und natürlich selbst Radsportler durch und durch. Er fährt seit seinem 12. Lebensjahr aktiv jede Art von Rad, wobei das Mountainbiken im Mittelpunkt steht. Gern verbindet er seine Radtouren auch mit dem Zelten.
Kristoffer erzählt, dass er immer wieder nach Røros und ins Østerdalen zurückkehrt, um Rad zu fahren.
„Røros und das Østerdalen gehören zu den schönsten Orten, an denen ich je war und gefahren bin. Hier ist das Gelände gut zugänglich und man kommt in einen schönen Fluss", erzählt er begeistert. Wer im Gelände fährt, legt großen Wert auf einen guten Flow – doch was bedeutet das eigentlich?
„Es gibt sicher genauso viele Definitionen von gutem Flow, wie es Radfahrer gibt. Meine Definition von gutem Flow sind schmale, schöne Pfade, am liebsten Wildwechsel, Wege ohne Wurzeln, Steine und andere Hindernisse. Das findet man in dieser Region reichlich!"
Beim Winterradfahren zählt das Fatbike, das dort durchkommt, wo gewöhnliche Mountainbike-Reifen im Schnee aufgeben müssen. Die Bedingungen für ein Fatbike sind perfekt, wenn der Untergrund weich ist und andere Räder kapitulieren müssen. Ein Fatbike schwimmt obenauf dem Schnee – das heißt aber nicht, dass man sich einfach so in jeden Schnee begeben kann. Ein gewisser Untergrund sollte vorhanden sein. Ein verschneiter Pfad muss recht gut festgetreten sein, bevor man ihn mit einem normalen Mountainbike befahren kann, erklärt Kristoffer.
Die Bedingungen für das winterliche Fatbiking sind in Røros und im Østerdalen außergewöhnlich gut. Kaum ein anderer Ort im Land – wenn überhaupt – hat so viele Hundeschlittenspuren wie hier. Diese Spuren eignen sich hervorragend zum Fatbiken. Fatbike-Enthusiasten der Region nutzen gern auch Wanderwege, die im Winter begangen werden, sowie Schneemobilspuren.

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„Røros und das Østerdalen gehören zu den schönsten Orten, an denen ich je war und gefahren bin. Hier ist das Gelände gut zugänglich und man kommt in einen schönen Fluss."
Auch die Landschaft in Røros und im Østerdalen ist wie geschaffen zum Radfahren. Für Uneingeweihte mag Mountainbiken wuchtig und rau wirken, doch das Gelände in Røros ist sanft, so Kippernes. Er hat einige Jahre in Oslo gelebt und kennt die dortigen Wälder gut. „Das Gelände in den Wäldern um Oslo ist von vielen Steinen und Wurzeln geprägt. Ich bin in Tynset, Alvdal und Røros gefahren, und auch hier gibt es keine gewaltigen Anstiege. Wenn man steile Hänge hinauffahren will, braucht man festeren Untergrund. Deshalb sollte gutes Fatbike-Gelände auf Schnee ohne große Anstiege sein. Sanfte Hochebenen sind ideal! So lässt sich das Tempo aus eigener Kraft leichter halten. Das vermittelt ein herrliches Gefühl von Können und Geschwindigkeit – egal, ob man Anfänger oder erfahren ist", sagt Kristoffer.
Ein Fatbike vermittelt ein ganz besonderes, intensives Erlebnis, wenn man obenauf dem Schnee über die Hochebene gleitet, findet Kristoffer. Zugleich erinnert er an das Wichtigste beim Aufenthalt in der Natur – ob mit dem Rad, zu Fuß oder auf Skiern: das friedliche Miteinander. „Wir haben das Glück, in Norwegen das Jedermannsrecht zu haben, doch die damit verbundene Pflicht ist ebenso wichtig. Alle müssen Rücksicht auf andere Aktivitäten in der Natur nehmen. Der vorhergesagte Konflikt zwischen Fatbikes und Skifahren ist zum Beispiel nie eingetreten. Das liegt wohl daran, dass Radfahrer ohnehin selten Freude daran haben, in Skispuren zu fahren. Und falls man auf andere trifft, nimmt man einfach Rücksicht und passt das Tempo an – dann haben alle ein schönes Naturerlebnis."
Ein Fatbike mit breiten Reifen bietet den besten Grip auf Schnee und Eis, aber auch ein Mountainbike mit Spikereifen funktioniert gut. Diese Optionen sorgen für Stabilität und Kontrolle auf unterschiedlichem Winteruntergrund.
Der Zwiebellook ist entscheidend. Beginnen Sie mit einer feuchtigkeitsableitenden Basisschicht, ergänzen Sie eine isolierende Zwischenschicht und schließen Sie mit einer wind- und wasserdichten Außenschicht ab. Denken Sie außerdem an warme Handschuhe, eine Mütze unter dem Helm sowie wasserdichte Schuhe oder Überschuhe, um warm und trocken zu bleiben.
Ja – mit der richtigen Vorbereitung und Ausrüstung kann Winterradfahren sicher sein. Verwenden Sie Spikereifen für zusätzlichen Grip, passen Sie das Tempo an, vermeiden Sie ruckartige Bewegungen und achten Sie auf die Bedingungen. Sorgen Sie außerdem mit Licht und Reflektoren für gute Sichtbarkeit, besonders bei Dunkelheit oder schlechter Sicht.